Mittelstand fragt zunehmend nach Business Intelligence

Auch für die mittelständischen Unternehmen wird der Einsatz von Business Intelligence-Lösungen (BI) nach eigener Aussage immer wichtiger. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Hamburger Beratungsunternehmens novem business applications unter Führungskräften von mehr als 400 Firmen. Ihnen sind besonders Funktionen für Reports, Analysen und Budgetierung wichtig. Allerdings verlangen sie BI-Lösungen mit kurzen Einführungszeiten, auß;erdem erwarten sie ein einfaches Preismodell und wollen nicht in spezielles technisches Know-how investieren müssen.

"Auch für den Mittelstand werden die Entscheidungsbedingungen immer komplexer und parallel dazu wachsen die Entscheidungsrisiken", zeigt sich novem-Geschäftsführer Anastasios Christodoulou von den Ergebnissen der Befragung wenig überrascht. Sie hat ermittelt, dass in den Augen von einem Drittel der Mittelständler Softwarelösungen zur Unterstützung unternehmerischer Entscheidungsprozesse und Planungen inzwischen zum Pflichtprogramm gehören. Weitere 31 Prozent urteilen, dass sie immer wichtiger werden. Dagegen glaubt lediglich jedes fünfte befragte Unternehmen, es bestehe derzeit noch kein Bedarf an Lösungen für Business Intelligence.

Allerdings hat der Mittelstand auch spezifische Anforderungen an solche Lösungen. So erwarten zwei Drittel, dass es zu keinen aufwändigen Projekten mit langen Implementierungszeiten kommt. Ähnlich viele möchten auch nicht mit der Notwendigkeit konfrontiert werden, IT-fachliches Know-how für diese Analyse- und Planungsanwendungen aufbauen zu müssen. Zwei von drei Unternehmen ist es laut der novem-Erhebung zudem wichtig, dass ihnen einfache Preismodelle für die BI-Lösung angeboten werden und sie nicht zu viel in Schulungen investieren müssen. Mehr als die Hälfte erwarten zusätzlich Applikation mit webbasierter Oberfläche und eine einfache Erweiterbarkeit der Lösung. "Der Mittelstand achtet generell bei IT-Lösungen und insofern auch bei Business Intelligence sehr auf den Gedanken der Einfachheit kurze Implementierungszeiten und schnellen ROI", weiß; der novem-Geschäftsführer Christodoulou aus der Praxis.

In funktionaler Hinsicht erwarten die befragten Firmen von den BI-Lösungen zuvorderst eine Erstellung vielfältiger Berichtsmöglichkeiten und praxisgerechter Analysen (71 bzw. 69 Prozent). Ebenso wollen rund zwei Drittel sowohl bei den Budgetierungen als auch bei den Planungsaufgaben wie etwa der Ausgaben- und Kapitalplanung sowie dem Personal- und Rentabilitätsmanagement unterstützt werden. Forecasting-Funktionen sind hingegen schon für deutlich weniger Mittelständler interessant (54 Prozent), noch weniger wünschen sich ein Dashboard zur übersichtlichen und kooperativen Bewertung von Analyseergebnissen. Auch die Scorecard ist derzeit noch für relativ wenige interessant.

Info: www.novemba.de

RSS Feed

Neuen Kommentar schreiben

Entdecken Sie die Printmagazine des WIN-Verlags