Marktstudie Identity Management: Spezialanbieter 2010 mit guten Aussichten

68 Prozent der IT-Anwender glauben, dass sich kleinere Betriebe im Identity-Management-Sektor gegenüber den „Big Playern" behaupten werden.

Nach Ansicht der IT-Anwender werden im laufenden Jahr im Identity-Management-Umfeld Spezialanbieter gegenüber groß;en Softwareanbietern weiterhin eine starke Rolle spielen. Das ist das zentrale Ergebnis der von der Berliner Völcker Informatik AG in Auftrag gegebenen Studie "Quo vadis Identity-Management"*. 68 Prozent der befragten Geschäftsführer und Vorstände von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen entschieden sich dabei für diese Antwortmöglichkeit. Immerhin jeder zehnte geht sogar davon aus, dass sich im kommenden Jahr die Waagschale eher auf die Seite der kleineren Anbieter neigt. Nur 13 Prozent glauben hingegen, dass eine durch Übernahmen und das Aussterben kleinerer Anbieter bedingte Marktkonsolidierung zu einer vollständigen Dominanz so genannter "Big Player" mit umfassenden Suiten führen wird. Neun Prozent gaben an, dass "alles beim Alten bleibt."

"Dieses Resultat freut uns als mittelständischer deutscher Anbieter natürlich, unterstreicht aber auch, dass wir mit der Fokussierung auf eine Spezialsoftware für Identity Management mit einer stark an den Kundenwünschen ausgerichteten Produktentwicklung den richtigen Weg eingeschlagen haben", kommentiert Völcker-Unternehmenssprecher Peter Weierich.

Welche Gründe sprechen für die Beauftragung eines kleineren Spezialanbieters anstelle eines groß;en Softwarekonzerns? Die Studie geht auch dieser Frage nach. 34 Prozent der IT-Anwender gaben zu Protokoll, dass "kleinere Anbieter eher in der Lage sind, einen Kunden mit einer auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Lösung zu versorgen". Für rund ein weiteres Drittel sind neben der Tatsache, dass diese "dieselbe Sprache sprechen" Vorteile bei der Bearbeitung von Wartungs- und Supportanfragen ausschlaggebend. Ein Fünftel der Stimmen entfiel auf die Antwortmöglichkeit, dass "kleinere Anbieter stärker als internationale Konzerne in der Lage sind, regionale Besonderheiten zu berücksichtigen". Für Peter Weierich ein sehr wichtiger Aspekt: "Für einen deutschen Softwareanbieter ist es wichtig, sich auf die Anforderungen in Kerneuropa einzustellen. Nehmen wir zum Vergleich ein US-amerikanisches Identity-Management-Produkt: Dieses ist auf die angelsächsische Hire-and-Fire-Mentalität ausgerichtet und hat in Europa daher nur geringe Erfolgsaussichten."

Eine Wettbewerbsdifferenzierung über den Preis wird den kleineren Spezialanbietern am Markt hingegen nicht möglich sein, glaubt man den befragten Experten. Nur sechs Prozent sind der Meinung, dass diese "einfach die günstigeren Angebote als die Big Player" im Portfolio haben. Daneben geht auch kaum jemand davon aus, dass "in kleineren Betrieben Personen arbeiten, die über das größ;ere fachliche Know-how verfügen" - für diese Antwortmöglichkeit entschieden sich in der Befragung acht Prozent.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Trendfrage Anbietermarkt Identity Management - die Einschätzung von IT-Anwendern:

1. Spezialanbieter werden weiterhin eine starke Rolle gegenüber den "Groß;en" spielen, da sie flexibler und schneller auf Kundenanforderungen eingehen können (68 Prozent)

2. Durch Übernahmen und das Aussterben kleinerer Anbieter wird sich der Markt so stark konsolidieren, dass nur noch "Big Player" mit umfassenden Suiten übrig bleiben (13 Prozent)

3. Der Trend geht hin zu den kleineren Anbietern, da sie einen höheren Erfolgsdruck in den Projekten haben und in der Regel sehr viel kostengünstiger liefern als die groß;en Suite-Anbieter (10 Prozent)

4. Es bleibt alles beim Alten (9 Prozent)

Wo liegen die Chancen für einen kleineren Anbieter?

1. Sie sind eher in der Lage, einen Kunden mit einer auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Lösung zu versorgen (34 Prozent)

2. Kleinere Betriebe reagieren in Wartungs- und Supportanfragen schneller und sprechen dieselbe Sprache wie der Kunde (32 Prozent)

3. Sie sind stärker als international tätige Konzerne in der Lage, regionale Besonderheiten zu berücksichtigen (20 Prozent)

4. In kleineren Betrieben arbeiten Personen, die über ein größ;eres technisches Know-how verfügen (8 Prozent)

5. Kleinere Anbieter haben einfach die günstigeren Angebote als die "Big Player" am Markt (6 Prozent)

* Befragt wurden insgesamt 100 Personen. Die Umfrage erhebt keinen Anspruch auf Repräsentativität, sondern gibt eine Grundstimmung in der Branche wieder, die bestimmte Rückschlüsse zulässt.

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