Klare EU-Datenschutzregeln gefragt

Der Berufsverband der Datenschutzbeauftragten e. V. ist Partner des Dokumentarfilms „Democracy – im Rausch der Daten“, der vergangenen Donnerstag in Programmkinos in ganz Deutschland anlief. Datenschutzexperten des Verbands beantworten nach Aufführungen in Düsseldorf, Nürnberg, München, Freiburg, Bochum und Hannover Fragen rund um das Thema EU-Datenschutzgrundverordnung. Die aktuellen Termine erfahren Interessierte unter http://www.democracy-film.de/#kinotour .

Für den Film begleitete Regisseur David Bernet den Grünen-Europaabgeordneten Jan Philipp Albrecht und die damalige EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, Viviane Reding, zweieinhalb Jahre lang mit der Kamera. Albrecht ist Berichterstatter des EU-Parlaments für die geplante EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) und verantwortlich für den Entwurf des EU-Parlaments, Reding hatte einen Kommissions-Entwurf erarbeitet.

Höhen und Tiefen

Bernet schildert in der mit hervorragenden Kritiken ausgezeichneten Dokumentation Höhen und Tiefen in dem langwierigen und oft kräfteraubenden Prozess, erzählt vom Druck der Lobbyisten und von Momenten des Verzagens, bis Albrecht am Ende das fast Unmögliche gelingt: die Fraktionen zur Einigung zu bewegen.

„Bernet ist ein hochspannendes Stück über Menschen gelungen, die mit Leidenschaft und Engagement in Brüssel für Datenschutz kämpfen“, sagte BvD-Vorstand Thomas Spaeing. „Er macht deutlich, welche Rolle Datenschutz für uns alle in Zukunft haben wird und wie schwierig es ist, zwischen den Interessen der Bürgerrechte auf der einen und jenen von Unternehmen und Wirtschaft auf der anderen Seite zu vermitteln.“

Der Entwurf des EU-Parlaments setzt sich wie der BvD für einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten ein. „Das duale Datenschutzverfahren aus behördlicher Aufsicht und betrieblichen Datenschutzbeauftragten sichert Wirtschaft und Verwaltung ein Datenschutz-Know-how, das heute dringlicher denn je eh ist“, betonte Spaeing.

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