IT-Gipfel: Bundesdruckerei und Fraunhofer zeigen Rathaus der Zukunft

Die Bundesdruckerei GmbH, Fraunhofer FOKUS und die Universität der Künste Berlin präsentierten im Rahmen des neunten IT-Gipfels am 18. und 19. November in Berlin das Rathaus der Zukunft. Die Chancen digitalisierter Verwaltungsabläufe wurden am Beispiel wichtiger Anwendungsszenarien der öffentlichen Verwaltung gezeigt.

Die sogenannte Trusted Service Platform (TSP) bildet die vertrauenswürdige Kommunikationsschnittstelle zwischen Bürgern und Verwaltung. „E-Government ist eine große Herausforderung für den Standort Deutschland und bietet Vorteile für Verwaltung und Bürger gleichermaßen – unsere innovativen Lösungen helfen bei der konkreten Umsetzung nutzerfreundlicher und sicherer Projekte“, sagt Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei. „Bürger können sich auf der neuen Plattform sicher, schnell und einfach identifizieren und authentisieren.“ So können unterschiedliche Identifikations- und Authentifikationsverfahren unkompliziert eingebunden werden: egal, ob Video-Identifikation, simpler Username/Password-Ansatz oder sicherer Online-Ausweis für die Authentifizierung.

Nutzerfreundliches E-Government

Zusätzlich zeigt das Portal, wie ein modern gestaltetes und strukturiertes sowie nutzerfreundliches E-Government aussehen kann, und gibt einen Ausblick auf kommende Konzepte wie proaktives E-Government. Mit der Trusted-Service-Plattform sollen insbesondere technische Hürden gesenkt und so die Akzeptanz der Nutzer erhöht werden. „Das digitale Rathaus der Zukunft mit seinem einfachen und flexiblen Identifikationsansatz für ein einheitliches Verwaltungsportal ist in der Praxis einsetzbar“, so Hamann. Nun soll der Ansatz mit einer Referenzbehörde oder -Kommune weiterentwickelt werden.

Einfach und sicher

Das Portal bietet eine einfache und sichere Anmeldung und Identifizierung, intuitiv benutzbare Oberflächen für verschiedene Endgeräte sowie die nutzerzentrische Kontrolle von persönlichen Daten. Der Zugang zu Verwaltungsleistungen wird komfortabler. „Mit dem Prototypen eines einheitlichen Verwaltungsportals wollen wir zeigen, wie einfach E-Government schon heute für Bürger und Unternehmen sein könnte und wieviel mehr in naher Zukunft noch möglich sein wird“, sagt Gerd Schürmann, stellvertretender Institutsleiter von Fraunhofer FOKUS. „Aktuell verschenken wir noch viel Potenzial beim E-Government.“

Technischer Hintergrund

Zum technischen Hintergrund: Die Kernfunktion der Trusted Service Platform kann als Identity-Mediator umschrieben werden: Die Plattform – als Software as a Service – verifiziert Nutzer über verschiedene Authentifizierungsverfahren. Zudem ermöglicht sie ein „Single Sign-On“ über verschiedene Dienstanbieter, die Wiederherstellung von Zugangstoken sowie die Generierung von Softwaretoken für die mobile beziehungsweise Offline-Verwendung. Der Nutzer bestimmt über die Speicherung und Verwaltung von Identitätsattributen sowie deren Weitergabe an Dienstanbieter, inklusive des Nachweises von Vertrauens-Leveln für einzelne Attribute.

Weitere Informationen zu den Exponaten, die die Bundesdruckerei auf dem IT-Gipfel gezeigt hat, gibt es unter https://www.bundesdruckerei.de/de/4283-das-digitale-rathaus , u.a. stehen die White Paper „Zukunftsszenario Verwaltung 2018: Mein Digitales Rathaus“ und „Auf dem Weg zu einem personalisierten und proaktiven E-Government – Empfehlungen für die Umsetzung digitaler Verwaltungsleistungen“ zum Download bereit. 

  • Die Bundesdruckerei GmbH, Fraunhofer FOKUS und die Universität der Künste Berlin präsentierten im Rahmen des neunten IT-Gipfels am 18. und 19. November in Berlin das Rathaus der Zukunft. Bild: Rolf Handke/pixelio.de
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