Forschungsprojekt SustainValue abgeschlossen

Wie jetzt das FIR an der RWTH Aachen meldete, endet am 31. März 2014 das europäische Forschungsprojekt „SustainValue“. In dem Projekt mit dem Förderkennzeichen 262931 haben Wissenschaftler des FIR an der RWTH Aachen gemeinsam mit internationalen Forschungspartnern von der Universität Cambridge und dem VTT aus Finnland (Technical Research Centre of Finland) sowie einem Industriekonsortium drei Jahre lang Geschäftsmodelle, Lösungen und Vorgehensweisen für nachhaltige Produktions- und Servicenetzwerke entwickelt. Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten wurden am 13. März 2014 im FIR an der RWTH Aachen auf einer Abschlussveranstaltung präsentiert. Sie sollen Unternehmen dabei helfen, innovative und serviceorientierte Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen.

„Die Geschäftsmodelle und Verfahren, die wir entwickelt haben, tragen dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen in einer Wertschöpfungskette zu verbessern“, erklärt der FIR-Wissenschaftler und Leiter des Competence-Centers Services am FIR, Christian Grefrath. Die Forschungsergebnisse basieren auf der Erkenntnis, dass sich die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit nur steigern lässt, wenn sich Unternehmen in einer Wertschöpfungskette auf neuartige Art und Weise austauschen. Hier sollen die in dem Projekt entwickelten Geschäftsmodelle Anreize bieten, diese neuen Formen der Zusammenarbeit zu initiieren.

Die Methoden wurden bereits in dem Service-Science-Innovation-Lab, einem hochmodernen Forschungslabor des FIR, angewendet und zusammen mit Industriepartnern, beispielsweise dem Erntemaschinenhersteller CLAAS, erprobt. In dem Projekt gewonnene Potenziale können in der Industrie mit der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ausgeschöpft werden. So setzt CLAAS die entwickelten Methoden und Werkzeuge bereits ein und konnte die Ernteprozesse für die Kunden nachhaltiger gestalten. Im Rahmen des Projekts hat das Unternehmen eine App entwickelt, die eine Informations- und Arbeitsplattform darstellt, auf der verschiedene Betriebsprozesse intelligent vernetzt werden können.

„Wir konnten in dem Projekt gemeinsam mit unseren Partnern aus der Industrie Ansätze entwickeln, die dabei helfen, das klassische funktionale Denken – aus der Produktentwicklung, dem Service und der Produktion – in Unternehmen und Unternehmensnetzwerken zu überwinden, um Nachhaltigkeit in der Produktion und Dienstleistungen zu ermöglichen“, erklärt Christian Grefrath.

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