„Gesamtes Sicherheitsportfolio auf die Cloud hin ausgerichtet“

Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung des X-Force Reports hat IBM sein neues Enterprise-Security-Portfolio vorgestellt. Der Hersteller sieht sich derzeit als einer der weltweit größten Enterprise-Security-Analytics-Anbieter. digitalbusiness CLOUD nahm dies zum Anlass, mit Oliver Vogelsang, Field Marketing Leader IBM Security Systems DACH, über die neuen Sicherheitslösungen und die Sicherheit von Cloud-Diensten zu sprechen.

digitalbusiness CLOUD: Die Nachfrage nach Sicherheitslösungen für die Cloud steigt stetig. Worin liegen Ihrer Meinung nach die Gründe und wie reagiert IBM auf diese Nachfrage?

Oliver Vogelsang: Wir haben diese Entwicklung bereits untersucht: Laut einer aktuellen IBM-Studie bestätigen 85 Prozent von rund 150 befragten Chief Information Security Officers, dass die IT ihrer Unternehmen sich weiter rasant in Richtung Cloud entwickelt, doch fast die Hälfte erwartet dabei auch Sicherheitsprobleme bei Cloud-Anbietern. Wir waren also vorbereitet und haben jetzt unser gesamtes Sicherheitsportfolio auf die Cloud hin ausgerichtet, um unseren Kunden eine bessere Kontrolle über Benutzerzugänge, Daten und Anwendungen zu geben.

digitalbusiness CLOUD: Wie sehen die Sicherheitslösungen für die Cloud aus? Welche Bereiche und Anwendungsfelder decken sie ab? Für welche Unternehmen und Branchen wurden sie konzipiert?

Oliver Vogelsang: Die neue IBM-Dynamic-Cloud-Security-Portfolio erweitert die Potenziale des Einsatzes von Cloud-Lösungen, indem sie wichtige Unternehmensdaten und -anwendungen durch Advanced Analytics infrastrukturübergreifend schützt – egal ob sich diese im firmeneigenen Rechenzentrum, in Public oder Private Clouds oder zwischen Apps auf mobilen Endgeräten bewegen. Damit deckt das Portfolio auch Hybrid-Clouds ab. Derzeit dauert es in 75 Prozent der Sicherheitsvorfälle Tage, Wochen oder gar Monate, bis Cyberangriffe in Unternehmen entdeckt werden, wodurch der zugefügte Schaden durch Angreifer immens wächst. Die Sicherheitsplattform von IBM bietet Unternehmen jeder Branche einen ganzheitlichen Ansatz zum Schutz ihrer Mitarbeiter, Daten, Anwendungen und Infrastruktur.

digitalbusiness CLOUD: Wie sieht Ihrer Ansicht nach ein Konzept für einen sichereren Zugang zur Cloud aus?

Oliver Vogelsang: Wir haben hierfür schon konkrete Lösungen. So helfen zum Beispiel einige der neuen Angebote im IBM-Security-Portfolio, den Nutzerzugang zu Cloud-Services abzusichern, da Unternehmen ihre Rechenzentren zunehmend zu Public-Cloud-Umgebungen hin erweitern. Sie können dabei die Vergabe zutreffender Rechte an Benutzer zentralisieren und etwa solchen Usern, die Zugang zu sensitiven Daten haben, zusätzliche Sicherheit bieten. Mit den neuen Angeboten lässt sich auch der Zugang zu Anwendungen überwachen und verfolgen, inklusive Multi-Faktor-Authentifizierung. Ein weiteres Portfolio-Angebot unterstützt Entwickler dabei, Single-Sign-On-Sicherheit in ihren Anwendungen mit Hilfe von APIs zu erzeugen.

digitalbusiness CLOUD: Wie werden die wichtigen Unternehmensdaten in der Cloud geschützt?

Oliver Vogelsang: Das IBM-Security-Portfolio ermöglicht Unternehmen, Werkzeuge zu implementieren, die automatisch sensitive Daten in Cloud-gehosteten Umgebungen entdecken, klassifizieren und zugänglich machen. Dazu gehört auch ein Aktivitäts-Monitoring für strukturierte und unstrukturierte Daten. Durch den Einsatz des gleichen Typs an Monitoring-Werkzeugen, die auch im klassischen Rechenzentrum verwendet werden, können Sicherheitsteams jetzt auch Datenaktivitäten überwachen, die auf virtuellen Cloud-Images verfügbar sind und ein zentralisiertes Auditing für Datenquellen aufsetzen.

digitalbusiness CLOUD: IBM sieht sich derzeit als den größten Enterprise-Security-Analytics-Anbieter weltweit. Wie hat IBM es geschafft, sich diese Position zu erobern? Und wie wird sich dieser Markt weiterentwickeln?

Oliver Vogelsang: Sie haben Recht: Mit mehr als zwei Jahren an doppelstelligem Umsatzwachstum bei Security hat sich IBM zum derzeit größten Enterprise-Security-Analytics-Anbieter weltweit entwickelt. Diese Position ist ein Ergebnis der fortlaufenden Initiativen, die ein Dutzend Akquisitionen in den letzten zehn Jahren umfassen sowie mehr als zwei Milliarden US-Dollar an Sicherheitsforschung und -entwicklung, aus denen mehr als 3.000 Security-Patente resultieren. Die neuen Sicherheitslösungen führen auch das IBM-Engagement in der Enterprise-Cloud weiter. Bis jetzt hat IBM 1,2 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der derzeit 40 globalen Cloud-Rechenzentren investiert. Dazu kommen weitere sieben Milliarden US-Dollar für Cloud-bezogene Akquisitionen, inklusive der Übernahme von Softlayer.

digitalbusiness CLOUD: Welche Rolle spielt dabei die künftige Entwicklung des Cloud-Marktes? Und wie sieht IBM sich für diese Entwicklung gerüstet?

Oliver Vogelsang: Die IT-Analystenfirma Gartner berichtet, dass annähernd die Hälfte großer Unternehmen hybride Clouds bis Ende 2017 schaffen will. Das neue IBM-Dynamic-Cloud-Security-Portfolio bietet bereits heute aufeinander abgestimmte Lösungen, die für eine nahtlose Sicherheit an den Schnittstellen zwischen On-Premise, Cloud und Software-as-a-Service-Komponenten sowie bei Mobile-Applikationen sorgen. Im letzten Jahr von über 200 Ingenieuren entwickelt, decken die neuen Werkezuge so hybride IT-Umgebungen ab, die Kunden heutzutage und in Zukunft managen müssen.

digitalbusiness CLOUD: Herr Vogelsang, wir bedanken uns für das Gespräch.

(sg)

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