Europaweite Kampagne gegen Spam: ISPs und Hersteller verbünden sich

Führende europäische Telekommunikations- und Sicherheitsunternehmen des Verbands ETIS - The Global IT Association for Telecommunications - haben in einem siebenmonatigen Pilotprojekt wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Spam erarbeitet. Das Ergebnis: Ein umfassendes Kooperationsnetzwerk von Partnern, die eine Kombination aus Reputationstechnologie und Inhaltsfiltern gemeinsam nutzen, ist der effektivste Weg zur Spam-Abwehr. Das Projektteam fand heraus, dass der aktive Informationsaustausch zwischen Internet Service Providern (ISP) ein erfolgreicher Ansatz im Kampf gegen die unerwünschten Nachrichten ist. Besonders wichtig ist dabei das Wissen um den Spam-Verkehr zwischen den ISPs. Bereits während der kurzen Projektdauer reduzierten sich nicht nur die Spam-Raten ganz beträchtlich, sondern auch die Beschwerden der ISP-Kunden. So konnte einer der teilnehmenden ISPs während der Testphase fast 16.000 Spam-Attacken in weniger als einem Tag ausfiltern. Das Ergebnis verdeutlicht nicht nur das immense Spam-Aufkommen, sondern auch die Notwendigkeit, zu kooperieren.
Das gegenseitige Vertrauen der ETIS-Partner erlaubte zudem, die Spam-Abwehr weitestgehend zu automatisieren. Eine enge Zusammenarbeit ist vor allem notwendig, um Reporting-Formate zu standardisieren sowie Informationen und wirksame Praxis-Erfahrungen zu teilen. Andy De Petter von Belgacom, dem größten Telekommunikationsunternehmen in Belgien, ist begeistert: "Die Kombination von Anti-Spam-Technologien und der Informationsaustausch mit anderen ISPs ermöglichte uns in kürzerer Zeit, mit weniger Fehlern und geringeren Kosten noch mehr Spam auszusortieren. Dadurch gewannen wir mehr Zeit, Platz und Ressourcen, die wir nun für einen besseren Kundenservice nutzen können."
Im Projekt zeigte sich ebenfalls, dass der kombinierte Einsatz mehrerer Filter-Technologien der beste Weg ist, Spam aus den E-Mail-Strömen und Posteingängen zu verbannen. Vor allem Reputationsfilter erwiesen sich in Kombination mit inhaltsbasierten Filtern als besonders wirksam. "Die neuesten Spam-Trends, im Moment PDF- und Excel-Spam, setzen Spammer bewusst ein, um einfache Inhaltsfilter zu umgehen. Viele herkömmliche Anti-Spam-Technologien reagieren auf solche neuen Tricks erst nach Monaten - ein echtes Problem für Unternehmen, vor allem, wenn die Spam-Attacken mit Viren und Phishing-Maschen verbunden sind", erklärt Reiner Baumann, Regional Director von IronPort, die Herausforderung.
IronPort ist seit Januar 2007 Mitglied von ETIS und arbeitet dort mit TeliaSonera, KPN, Belgacom, Telenor und dem niederländischen Forschungsunternehmen TNO zusammen. Ziel dieses Zusammenschlusses ist es, den Großteil der Spam-Nachrichten auf europäischer Netzwerkebene zu eliminieren, noch bevor er die Mailserver erreicht. Während des Pilotprojektes lieferte IronPort Informationen über Spam-Trends, Details über das Verhalten der Spam-Versender und gab Best-Practice-Tipps aus seiner Zusammenarbeit mit den weltweit größten ISPs. Das Unternehmen stellte zudem allen Teilnehmern des Projekts seine Anti-Spam- und Reputationsfilter-Technologie zur Verfügung.
Die Mitglieder des Anti-Spam-Projekts werden beim nächsten Zusammentreffen der ETIS-Arbeitsgruppe für Information Security am 27. September 2007 im niederländischen Delft eine Roadmap präsentieren, die eine Erweiterung des Projekts auf die wichtigsten europäischen Telekommunikationsunternehmen vorschlägt.
www.ironport.com

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