ESET-Umfrage offenbart Naivität in Sachen Datenschutz

Der Security-Software-Hersteller Eset fand bei einer Umfrage heraus, dass knapp ein Drittel aller Smartphones frei zugänglich und durch keinerlei Sicherungsmaßnahmen geschützt ist. Dadurch haben potenzielle Diebe freien Zugriff auf WhatsApp-Chatverläufe, abgespeicherte Fotos und Facebook-Profile.

Im Vorfeld des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona führte Eset eine Umfrage auf seinen internationalen Social-Media-Seiten durch, an der vom 29. Januar bis zum 17. Februar knapp 500 Nutzer teilnahmen. Erstaunlich ist, dass fast 20 Prozent der Befragten kein Backup ihrer Daten erstellen – weder lokal noch in der Cloud. 35 Prozent der Befragten gab an, ihre Daten in unregelmäßigen Abständen zu sichern.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage im Überblick:

  • 29,3 Prozent verzichten auf eine Zugangssperre
  • 9,7 Prozent verloren ihr Smartphone oder waren Opfer von Diebstahl
  • 19,7 Prozent erstellen kein Backup
  • 35,7 Prozent sichern ihre Daten manchmal oder unregelmäßig
  • 55,3 Prozent nutzen eine PIN
  • 65 Prozent nutzen eine zweite Authentifizierungslösung (bspw. SMS)

Dass in Sachen Datenschutz noch dringend Aufklärungsbedarf besteht, zeigt der alarmierend hohe Anteil ungeschützter Smartphones von fast 30 Prozent. Das bedeutet, dass sensible Bilder, Chatverläufe und Social-Media-Profile von beinahe einem Drittel aller Smartphone-Nutzer für jeden, der das Smartphone in Händen hält, frei zugänglich sind.

Immerhin 55,3 Prozent der befragten Handynutzer sichern ihre Daten mit einer PIN, 3 Prozent nutzen einen Face Detector und 12,5 Prozent setzen auf einen Fingerabdruck-Scanner, wie er beispielsweise in neueren iPhone-Modellen verbaut ist.

Ein positives Signal lässt sich anhand des hohen Anteils derer ablesen, die bei der Registrierung zu Onlinediensten neben einem Passwort auch ein zweites Authentifizierungsmerkmal hinzufügen – ganze 64,9 Prozent der Befragten gaben an, auf Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) zu setzen. Die 2FA erweitert das Benutzerpasswort um einen weiteren, davon unabhängigen Faktor, beispielsweise einen bei Bedarf generierten SMS-Zugangscode.

Akzeptanz von Cloud-Backups steigt

Der hohe Anteil von Cloud-Sicherungen (26,9 Prozent) zeigt, dass die Skepsis gegenüber der Datenwolke abnimmt. Das kann ein Indikator dafür sein, dass die Benutzerfreundlichkeit einen großen Einfluss darauf nimmt, welche Sicherungslösungen letztlich genutzt werden. So sind die Backup-Dienste von Apple (iCloud) und Google nahtlos in die mobilen Betriebssysteme implementiert und sehr viel bequemer nutzbar, als manuelle Backups auf einer Festplatte.

Android-Nutzer besonders gefährdet

"Besonders für Android-Nutzer ist eine Sicherheitslösung essentiell. Im vergangenen Jahr registrierten die Eset-Labors einen starken Anstieg von Bedrohungen, die auf Android abzielen. So spürten ESET-Spezialisten die erste Ransomware für Android namens ‚Simplocker‘ auf, die private Dateien verschlüsselt und im Anschluss für deren Entschlüsselung ein Lösegeld erpresst“, fügt Raphael Labaca Castro, einer der Eset-Sprecher beim MWC, den Umfrage-Ergebnissen hinzu.

Um vor Datenklau, Erpressung und ungewollten Zugriffen bestmöglich geschützt zu sein, empfiehlt Eset dringend zu einem Zugangscode. Ebenso sind regelmäßige Backups Pflicht, um Datenverlust zu vermeiden. Zudem sollten Android-Nutzern eine mobile Sicherheitslösung wie ESET Mobile Security einsetzen, die in der Basisversion kostenfrei ist.

Auf dem MWC präsentiert Eset die neue Version seiner Lösung ESET Mobile Security für Android und feiert das Update mit einer Rabattaktion: Bis zum 8. März ist die Premium-Version der Sicherheitslösung mit proaktivem Anti-Theft, Ortungsdiensten, Finder-Kontaktierung und Fernlöschung im Google Play Store zum halben Preis zu haben.

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