ERP mit Microsoft Dynamics AX

Die Großen fressen die Kleinen. Das galt früher. „Heute fressen die Schnellen die Langsamen“, sagt Hartmut Walter, Inhaber und Geschäftsführer von W+P Solutions. „Die Anbieter werden gewinnen, die die Wünsche der Kunden zeitnah erfassen und ihre Produkte schnell an den Markt anpassen.“ „Das erfordert ein ERP-System, das diesen Wandel abbilden kann“, erläutert Walter. „Dynamics AX gibt der IT-Abteilung des Kunden mit seiner Layer-Technologie ein Werkzeug an die Hand, um Neuerungen rasch ins Unternehmen zu überführen.“

Individuelle Ausprägungen lassen sich im Customer- und User-Layer umsetzen, das Basis-ERP bleibt unberührt. Das sichert auch die Update-Fähigkeit für kommende Releases.

Retail ist das neue Gehirn

Die Consumer-Branche zeigt eindrucksvoll, was Tempo machen bedeutet: „Am Point of Sale liegt die Wahrheit“, erklärt Walter. „Und die Erkenntnisse aus dem Verkauf müssen schnell in die Produktentwicklung eingehen.“ Daher tritt der Vertrieb zurück, das Endkundengeschäft, Retail, dominiert bald. „Dynamics AX geht diesen Weg mit und hat enorm an Funktionen zugelegt“, erläutert Walter. „Die Finanzbuchhaltung etwa bindet mittlerweile alle Unternehmensbereiche ein“, so Walter. „Dynamics AX wandelt sich zur Unternehmenslösung, die herkömmlichen Branchen-ERP-Lösungen werden den Anforderungen des Marktes nicht mehr gerecht.“

W+P Solutions folgt dieser Vorstellung einer durchgängigen Unternehmenslösung: „Die Layer erleichtern es mir, mein Branchen-Wissen in die Zukunft zu transportieren“, erklärt Walter. „Ich nehme das Microsoft-Standard-ERP, das weltweit mehr als 20.000-mal verkauft wurde, ergänze es mit meinem Branchen-Layer WP FashionAX und lege darüber die Customer und User-Layer.“ Das Ganze wurde so entwickelt, dass sich Prozesse abschalten lassen, die Dynamics AX vielleicht bald enthalten wird.

„Denn Microsoft setzt seit einiger Zeit viele Entwickler darauf an, neue Funktionalitäten nachzulegen“, so Walter. Beispielsweise hat W+P Solutions in Dynamics AX 2012 ein Produkt-Lifecycle-Management, das ein Planungssystem mit Forecast enthält, integriert. „Verkauft ein Hersteller nun 10.000 Hemden, am Point of Sale bleiben aber 9.000 liegen, so ist dies aus Sicht des Herstellers ein Renner, aus Sicht des Handels aber ein Misserfolg. Diese Daten vom POS übertragen wir ins Lifecycle Management, was eine ganz andere Aussagekraft hat, als die ursprüngliche Aussage aus der Sicht des Herstellers.“ So erhält die Modellentwicklungsabteilung Einblicke in die Verbraucherwünsche und kann darauf reagieren. Das beschleunigt die Produktentwicklung, macht alles transparenter und spart enorme Kosten.

„Mit diesem System sind wir Vorreiter in der Branche 2012. Microsoft ist der weltweit führende Hersteller von Standardsoftware, Services und Lösungen, die Menschen und Unternehmen aller Branchen und Größen helfen, ihr Potenzial voll zu entfalten. Sicherheit und Zuverlässigkeit, Innovation und Integration sowie Offenheit und Interoperabilität stehen bei der Entwicklung der Microsoft-Produkte im Mittelpunkt.

Kleinere und mittlere Projekte setzt W+P Solutions selbst um. Bei großen Projekten arbeitet W+P mit anderen Microsoft-Partnern zusammen, um alle Prozessbereiche abdecken zu können.

Auf dem Sprung zur Internationalisierung

„Die Modebranche ist früh in die Türkei, Tunesien und nach Asien gegangen“, erzählt Walter. „Und mit Dynamics AX folge ich der Branche weltweit.“ Dynamics AX ist in über 35 Länder- und mehr als 50 Sprachversionen verfügbar – und: Es gibt weltweit Partner. „Ich habe einen Reseller in Holland gewonnen, der Dynamics-Know-how besitzt und Fashion-affin ist“, berichtet Walter. „Wir haben ihn in vier Wochen auf unsere Lösung WP FashionAX ausgebildet, zwischenzeitlich hat er sie bereits zweimal verkauft.“ Nun geht W+P Solutions mit dieser Idee die Märkte in England, Dänemark und den USA an.

Trotz der Expansion: Grundlage für Walter ist immer Investitionssicherheit: „Microsoft ist ein sicherer Partner, unsere Investitionen sind dort gut aufgehoben“, erläutert Walter. „Und Microsoft betreut mich sehr gut. Ich habe einen festen Partner Account Manager sowie Kontakte mit weiteren Vertriebseinheiten. Will ich an große Interessenten herantreten, bekomme ich Unterstützung vom Großkunden-Team.“ Da er die Lösung weiterentwickeln will, hat Walter für den täglichen operativen Bereich bereits stärkere Unterstützung von Microsoft angefordert. „Microsoft reagiert bei solchen Anfragen immer sehr schnell.“

IT-Häuser, die sich im Markt mit Dynamics AX engagieren wollen, müssen das sehr fokussiert tun und an der Entwicklung dran bleiben, rät Walter. Effizient sind für ihn Kunden mit mehr als 80 Nutzern. „Ich konzentriere mich auf den klassischen Mittelstand mit 200 bis 400 Anwendern. „Mit diesem Konzept hat

Walter seit 2012 sechs Kunden gewonnen. „Ab 2014 kommen die Investitionen zurück“, prophezeit er. „Wir haben im Moment so viele Anfragen, die sehr akribisch geplant werden müssen und auch dazu führen können, dass ich dem einen oder anderen Interessenten anbiete, den Projektstart zu verschieben. Momentan arbeiten 30 Mitarbeiter in seinem Dynamics-Team. „Im kommenden Jahr benötigen wir 15 bis 20 neue Mitarbeiter.“ (ak)

Autor: Regina Schultz, Product Marketing Manager bei der Microsoft Deutschland GmbH.

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