CIOs noch unsicher, wie Cloud-Infrastruktur der Zukunft aussieht

Mehr als 30 Prozent aller Unternehmen in Deutschland beschäftigen sich schon intensiv mit dem Thema Cloud Computing. Allerdings sind sich viele IT-Entscheider noch unsicher, wie die eigene Cloud-Architektur aussehen soll. Denn das Zusammenspiel der Technologien und Produkte der verschiedenen Hersteller funktioniert keinesfalls so reibungslos, wie es Marketingbroschüren verheißen. Laut einer aktuell durch die Experton Group durchgeführten Anwenderbefragung unter CIOs in Deutschland, Österreich und der Schweiz, beschäftigen sich derzeit schon rund 30 Prozent der Unternehmen aktiv mit dem Trendthema Cloud Computing. Und dies aus gutem Grund. Denn wie die Studie zeigt, haben die Anwender die Chancen zur Kostenreduktion und Flexibilisierung ihrer Unternehmens-IT voll erkannt.

Dennoch sind sich viele dieser CIOs unsicher, was die Cloud-Architektur und -Strategie für das eigene Unternehmen angeht. So haben sich erst 21 Prozent dieser Unternehmen an die Umsetzung gemacht, während die Mehrheit noch in der Analyse- und Architekturphase steckt.

Da derzeit keiner der groß;en IT-Hersteller die komplette Bandbreite an Infrastruktur-, Technologie- und Softwarekomponenten anbieten kann, die zum Aufbau komplexer Cloud-Infrastrukturen notwendig sind, ist das Thema Interoperabilität eine zentrale Herausforderung für die CIOs. "Nur wenn Daten, Applikationen und Nutzerprofile über verschiedene Cloud-Plattformen und Herstellertechnologien portabel sind, lassen sich die langfristigen Ziele erreichen.", merkt Senior Advisor Dr. Carlo Velten an.

In der Unternehmenspraxis stellt sich die Frage, wie sich die einzelnen Technologiekomponenten und Produkte der jeweiligen Hersteller bewerten und zu einer konsistenten Cloud-Architektur zusammenführen lassen. Um CIOs in dieser Planungsphase zu unterstützen, führt die Experton Group derzeit einen "Cloud Technology Benchmark" durch, der die Stärken und Schwächen der verschiedenen Produkte je Hersteller transparent macht. Im Rahmen dieses neutralen Hersteller- und Produktvergleichs werden erstmals Architektur-Blueprints zum Bau von Private und Hybrid Clouds geliefert. Diese können CIOs und IT-Architekten sowohl als Grundlage für den Aufbau eigener Clouds dienen, als auch konkret bei der Bewertung und Auswahl geeigneter Technologieanbieter unterstützen.

Mit dem "Cloud Technology Benchmark 2011" werden durch die Experton Group erstmalig auf Produktebene die Angebote der groß;en IT-Hersteller auf Herz und Nieren untersucht. Das Untersuchungsspektrum reicht von den Netzwerkkomponenten über Server und Betriebssysteme sowie die notwendigen Virtualisierungs-, Security und Storage-Komponenten bis hin zu den Datenbanken, Middleware und notwendigen Systemmanagement- und Monitoring-Tools, die zum Bau von Cloud-Infrastrukturen essentiell sind.

"Nach den positiven Reaktionen vieler CIOs auf unsere vergleichende Studie zu den Cloud-Service-Providern Anfang des Jahres (Cloud-Vendor-Benchmark) haben wir uns entschieden, auch die Cloud-Technologieanbieter nun näher unter die Lupe zu nehmen", so Velten. Denn wie die aktuelle Anwenderbefragung zeigt, kommt gerade bei den Groß;unternehmen dem Aufbau von eigenen (Private) und gemischten (Hybrid) Cloud-Umgebungen die höchste Relevanz zu.

Die Studie "Cloud Technology Benchmark 2011" wird zum Ende dieses Jahres erscheinen. "Mit dem Auftakt der Research-Phase Anfang September laden wir nebst den etablierten Technologieanbietern auch innovative Start-Ups herzlich ein, ihre Produkte und Lösungen vorzustellen", so Steve Janata, Senior Advisor und Projektleiter.

Mehr Informationen zur neuen Studie finden Sie unter:

experton-group.blogspot.com/2010/09/cloud-technology-benchmark-2011-cloud.html

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